Alkersum - Zur Geschichte |
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Alkersum ist seit ca. 4000 Jahren durchgehend bewohnt.
Auch die Marsch hatte nachweislich vier Besiedlungsphasen.
Alkersum hatte über mehrere Jahrhunderte eine eigene Beliebung, also eine Verfassung, und war damit so unabhängig wie entwa die Hansestädte.
Alkersum war immer eine Gemeinde in der Harde Osterland - Föhr (Amtsbezirk), die zum Herzogtum Schleswig gehörte. Diese Harde hatte eine sehr große Autonomie, so daß schon von einer kleinen "Republik" sprechen konnte.
Auf Osterland - Föhr gab es nie Adelige und nie eine Adelsherschaft.
Alkersum, Midlum und Oevenum gehörten auch nie zu Dänemark, wie etwa die westlichen Dörfer unserer Insel.
Einige geschichtliche Daten:
| 1492 | Fertigstellung des Föhrer Seedeiches |
| 1517 | Einführung der evangelischen Lehre durch Föhrer Theologiestudenten, die bei Prof. Dr. Martin Kuther in Wittenberg studiert hatten. |
| 1760 | Höchster Wohlstand und auch größte Bevölkerungsdichte in den Dörfern (außer Wyk, das es in der heutigen Form noch nicht gab). Zuzug von Landarbeitern und Handwerkern auf die Insel Föhr. |
| 1776 | Anfang der ersten Landaufteilung. Danach erfolgte die Intensivierung der Landwirtschaft. Davor konnte sich Föhr aus eigener Produktion nicht erhähren. |
| 1780 | Nach 1780 erfolgte die Abwendung von der Seefahrt und erste Auswanderungen vor allem der seefahrenden Bevölkerung. |
| Anfang der 19. Jahrhunderts sehr große Armut durch die napolionischen Kriege und durch den dänischen Staatsbankrot. | |
| 1825 | In diesem Jahr ist der Seedeich auf der Insel das letzte Mal gebrochen. |
| Mitte des vorigen Jahrhunderts starke Bevölkerungsabnahme durch Auswanderung. | |
| 1906 | Bau der jetzigen Straße von Wyk nach Oldsum, und somit auch Bau der Alkersumer Hauptstraße. |
| Ende der 20. Jahre Elektrifizierung auf Föhr durch mehrere kleine Kraftwerke. | |
| Gleich nach dem Krieg war das Dorf Alkersum, die Gemeinde in Deutschland, mit der der höchsten Belegung durch Flüchtlinge, etwa 270%. | |
| 1955 | Bau der Dörfergemeinschaftsschule. Davor gab es einklassige Schulen in den Inseldörfern. |
erstellt von A.Arftsten